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Kurzantwort: Die Vogelgrippe steht diesen Herbst wieder im Fokus, weil der Zug der Wildvögel begonnen hat und im Oktober 2026 im Vereinigten Königreich die ersten Ausbrüche der Saison bestätigt wurden. In Spanien wurden im Sommer keine Ausbrüche gemeldet, und das Risiko für die Allgemeinbevölkerung bleibt gering. Wenn Sie Hühner, Ziervögel oder Katzen halten, gilt: Kontakt zu Wildvögeln vermeiden, kein rohes Geflügelfleisch füttern und tote Vögel melden.
Nach einem schwierigen Winter mit Stallpflicht für Geflügel in ganz Spanien hob das Landwirtschaftsministerium diese Maßnahme im April 2026 auf, weil sich die Lage verbessert hatte. Jetzt, mit der Kälte und den Zugvögeln, rufen die europäischen Behörden erneut zur Vorsicht auf.
Was die neuesten Daten aus Europa zeigen
Der Quartalsbericht von EFSA, ECDC und EU-Referenzlabor, veröffentlicht am 22. September 2026, verzeichnete von Juni bis August 110 Nachweise von Vogelgrippe H5N1 in 12 europäischen Ländern: 7 bei Hausgeflügel und 103 bei Wildvögeln. Der Sommer war ruhig, doch das epidemiologische Jahr 2025-2026 endete mit einem historischen Höchststand bei Wildvögeln und mehr als 33 Millionen betroffenen Nutzvögeln in Europa.
In Spanien gab es in diesem Quartal keine Ausbrüche. Im Herbst bestätigte England am 19. Oktober seinen ersten H5N1-Ausbruch der Saison 2026-2027 in einem gewerblichen Betrieb, und Schottland hatte zuvor einen H5N5-Ausbruch festgestellt. Das sind Zeichen dafür, dass das Virus mit dem Vogelzug wieder zirkuliert.
Besteht ein Risiko für Menschen?
Das ECDC schätzt das Risiko für die Allgemeinbevölkerung als gering ein und für Menschen mit beruflichem Kontakt zu Vögeln als gering bis mäßig. Bisher wurde in Spanien kein Fall beim Menschen diagnostiziert. Wie The Objective am 13. Oktober 2026 berichtete, plant Spanien, innerhalb eines Jahres exponierte Fachkräfte mit Risikofaktoren zu impfen.
Katzen und Vogelgrippe: Vorsicht zu Hause
Katzen sind für dieses Virus empfänglicher als Hunde. Die in anderen Ländern beschriebenen Fälle wurden mit dem Fressen kranker oder toter Vögel, rohem Geflügelfleisch oder Rohmilch in Verbindung gebracht. So verringern Sie das Risiko:
- Verzichten Sie auf rohes Geflügelfleisch, solange die Lage es nahelegt; Erhitzen macht das Virus unschädlich.
- Wenn Ihre Katze Freigang hat, überlegen Sie, sie in Gebieten mit Ausbrüchen im Haus zu halten, und sichern Sie Balkon und Fenster.
- Bieten Sie Spiel und Beschäftigung an, damit das Leben drinnen abwechslungsreich bleibt.
- Bei Fieber, Mattigkeit, Atemnot oder neurologischen Anzeichen gehen Sie zur Tierarztpraxis und erwähnen möglichen Kontakt zu Vögeln.
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Die europäische Kampagne #NoBirdFlu fasst die Vorbeugung in fünf Schritten zusammen: Zugang kontrollieren, reinigen und desinfizieren, Kontakt zu Wildvögeln vermeiden, Arten trennen und Krankheitszeichen früh erkennen. Für zu Hause heißt das:
- Lagern Sie Futter und Wasser Ihrer Vögel überdacht, wo keine Tauben oder anderen Wildvögel hinkommen.
- Halten Sie Papageien, Sittiche oder Wellensittiche nicht in Käfigen auf Balkonen oder Terrassen, auf denen sich Wildvögel niederlassen.
- Waschen Sie sich vor und nach der Versorgung die Hände und tragen Sie eigene Schuhe für den Stall.
- Bei plötzlichem Appetit- oder Legeabfall oder unerwarteten Todesfällen informieren Sie Ihre Tierarztpraxis oder die Veterinärbehörde.
- Fassen Sie tote Wildvögel nicht an und melden Sie sie den zuständigen Behörden.
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Häufige Fragen
Kann ich weiterhin Eier und Hähnchen essen?
Ja. Die Gesundheitsbehörden halten gut durchgegartes Geflügelfleisch und Eier für sicher, da Hitze das Virus unschädlich macht.
Kann sich mein Hund anstecken?
Hunde scheinen weniger empfänglich zu sein als Katzen. Trotzdem sollten sie beim Spaziergang nicht an toten Vögeln schnuppern oder hineinbeißen, besonders in der Nähe von Feuchtgebieten.
Kommt die Stallpflicht für Geflügel zurück?
Das hängt von der Entwicklung der Lage ab. Das spanische Landwirtschaftsministerium passt die Maßnahmen dem Risiko an; prüfen Sie die offiziellen Seiten, wenn Sie Vögel halten.
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- Reisen mit Vögeln, Kaninchen und anderen Heimtieren
Quellen:
- EFSA, ECDC und EURL: Avian influenza overview June-August 2026
- NeXus Avicultura: Sommerbilanz 2026 zur Vogelgrippe
- Mundo Agropecuario: England bestätigt ersten H5N1-Ausbruch des Herbstes
- The Objective: Spanien plant Impfung gegen Vogelgrippe
- La Moncloa: Ende der Stallpflicht für Geflügel (April 2026)
- elDiario.es: Was wir über H5N1 in Spanien wissen

