Gato atigrado gris descansando sobre una manta blanca

Husten bei Hund und Katze: neue Leitlinien für weniger Antibiotika

Foto: Unsplash (freie Lizenz).

Kurzantwort: Die neuen Leitlinien des spanischen Nationalen Plans gegen Antibiotikaresistenzen (PRAN), vorgestellt im Oktober 2026, erinnern daran, dass nicht jeder Hund und jede Katze mit Husten oder Schnupfen Antibiotika braucht. Viele Atemwegsinfektionen sind viral; frisst das Tier, ist es aktiv und fieberfrei, kann eine unterstützende Behandlung genügen. Bei Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit oder dickflüssigem Ausfluss prüft die Tierarztpraxis, ob vor der Entscheidung Untersuchungen nötig sind.

Mit dem Herbst kommen Temperaturwechsel und damit mehr Termine wegen Husten bei Hunden und Niesen bei Katzen. Genau jetzt hat der PRAN, wie Diario Veterinario am 27. Oktober 2026 berichtete, drei klinische Leitlinien vorgestellt, erarbeitet mit Fachleuten, der spanischen Arzneimittelagentur (AEMPS) und dem Landwirtschaftsministerium. Ziel ist, Antibiotika nur dann einzusetzen, wenn sie wirklich nützen, und Resistenzen zu bremsen.

Husten beim Hund: der infektiöse Atemwegskomplex

Die erste Leitlinie behandelt den infektiösen Atemwegskomplex des Hundes, den typischen ansteckenden Husten unter Hunden. Die wichtigsten Aussagen:

  • Die Ursache ist meist viral, und Antibiotika werden zu häufig eingesetzt.
  • Geht es dem Hund gut, frisst er normal, ist aktiv und fieberfrei, kann eine von der Tierarztpraxis verordnete symptomatische Behandlung genügen.
  • Bei Fieber, Teilnahmslosigkeit, Appetitlosigkeit oder eitrigem Ausfluss können Blutuntersuchungen oder Röntgenbilder des Brustkorbs nötig sein.
  • Ältere, immungeschwächte oder vorerkrankte Hunde brauchen eine eigene Beurteilung.
  • Solange der Husten anhält, sollte der Kontakt zu anderen Hunden vermieden und bei Risikogruppen eine Impfung erwogen werden.

Niesen und Schnupfen bei der Katze: grüner Schleim ist nicht alles

Die dritte Leitlinie widmet sich dem Katzenschnupfen-Komplex, der meist mehrere Ursachen zugleich hat, virale und bakterielle. Die Fachleute betonen, dass grüner Nasenschleim keine bakterielle Infektion beweist und ein positiver Kultur- oder PCR-Befund nicht automatisch ein Antibiotikum bedeutet. Leichte akute Fälle bessern sich oft innerhalb von 5 bis 7 Tagen ohne antimikrobielle Mittel. Fieber, Mattigkeit, Appetitlosigkeit oder reichlicher Ausfluss rechtfertigen dagegen eine Behandlungsprüfung.

Die zweite Leitlinie zu Infektionen der unteren Atemwege empfiehlt, den Patienten nach 5 bis 7 Tagen erneut zu beurteilen, in schweren Fällen alle 48 bis 72 Stunden, und eine Behandlung nicht nur deshalb zu verlängern, weil das Röntgenbild noch Veränderungen zeigt.

Was Sie zu Hause tun können

  • Geben Sie keine übrig gebliebenen Antibiotika aus früheren Behandlungen und keine Humanarzneimittel.
  • Verschreibt die Tierarztpraxis ein Antibiotikum, halten Sie sich genau an den Behandlungsplan.
  • Nutzen Sie während der Hustentage ein Geschirr statt eines Halsbands, um keinen Druck auf den Hals auszuüben.
  • Bieten Sie immer frisches, sauberes Wasser an; viele Katzen trinken lieber aus einem Trinkbrunnen mit fließendem Wasser.
  • Gehen Sie sofort zum Tierarzt bei Atemnot, bläulichem Zahnfleisch, hohem Fieber oder wenn das Tier nicht mehr frisst.

Mehr Halsbänder und Geschirre für Hunde und Trinkbrunnen für Katzen.

Häufige Fragen

Heilt Zwingerhusten von selbst?

Viele leichte Fälle bessern sich mit unterstützender Behandlung, aber das muss die Tierarztpraxis bestätigen. Treten Fieber, Mattigkeit oder Appetitlosigkeit auf, gehen Sie erneut hin.

Warum bekomme ich kein Antibiotikum «zur Sicherheit»?

Weil es bei einer viralen Ursache nicht hilft und Resistenzen fördert, sodass Antibiotika irgendwann nicht mehr wirken, wenn sie wirklich gebraucht werden.

Muss meine verschnupfte Katze zum Tierarzt?

Ja, wenn sie nicht mehr frisst, matt ist, schwer atmet oder sich nach wenigen Tagen nicht bessert. Kitten und ältere Katzen sollten früher untersucht werden.

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Quellen:

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