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Kurzantwort: Laut dem jüngsten Bericht des spanischen Landwirtschaftsministeriums (31. August 2026) begann die neue Saison der Vogelgrippe in Spanien ohne Ausbrüche bei Geflügel, Wild- oder Volierenvögeln. Das Gesundheitsministerium warnt jedoch, dass der Vogelzug im Herbst das Risiko erhöht. Wer Hühner, Geflügel oder eine Voliere hat, sollte jetzt die Biosicherheit verstärken.
Was die neuesten offiziellen Daten zeigen
Der Lagebericht zur Geflügelpest des Ministeriums für Landwirtschaft, Fischerei und Ernährung (MAPA) mit Stand 31. August 2026 hält fest, dass in der Saison 2026/2027 in Spanien noch kein Ausbruch gemeldet worden war. Die vorherige Saison war dagegen heftig: 16 Ausbrüche bei Geflügel, 6 bei gehaltenen Vögeln und 165 bei Wildvögeln, alle vom Subtyp H5N1.
Danach erhielt Spanien am 10. Februar 2026 den Status als frei von hochpathogener Geflügelpest zurück, und die im November 2025 verhängte Aufstallungspflicht wurde am 16. April 2026 landesweit aufgehoben (Orden APA/338/2026). In Europa wurden zwischen dem 1. Juli und dem 5. August 2026 45 Ausbrüche gemeldet, fast alle bei Wildvögeln.
Warum der Herbst die riskanteste Zeit ist
Wildvögel gelten als einer der wichtigsten Eintragswege des Virus in Betriebe. Mit dem Vogelzug im Herbst erwartet das spanische Gesundheitsministerium ein höheres Risiko neuer Ausbrüche bei Wildvögeln und gelegentlich auch bei gehaltenen Vögeln und in Geflügelbetrieben. Deshalb betont das MAPA, den Kontakt mit Wildvögeln zu vermeiden und die Überwachung zu verstärken: Jede ungewöhnlich hohe Sterblichkeit ist dem amtlichen Veterinärdienst der jeweiligen Region zu melden.
Zur Erinnerung: Die Aufstallungspflicht vom November 2025 galt auch für Ökobetriebe und Hobbyhaltungen zur Selbstversorgung. Wer schon jetzt einen überdachten Bereich vorbereitet, ist im Ernstfall entspannter.
Impfung gegen Vogelgrippe für Fachkräfte
Im Oktober 2026 wurde bekannt, dass Spanien innerhalb eines Jahres mit der Impfung gegen die H5-Vogelgrippe für exponierte Fachkräfte beginnen will, etwa Tierärzte, Personal landwirtschaftlicher Betriebe, Umweltagenten und Zoomitarbeitende, allerdings nur für Personen mit Vorerkrankungen und erhöhtem Risiko für einen schweren Verlauf. Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) stuft das Risiko für die Allgemeinbevölkerung als gering und für beruflich exponierte Personen als gering bis mäßig ein. In Spanien wurden keine Fälle beim Menschen diagnostiziert.
Praktische Biosicherheit für Hühner und Geflügel
- Futter und Wasser unter Dach: Stelle Futterspender und Tränken im Stall oder unter einem Dach auf, damit keine Wildvögel angelockt werden.
- Leitungswasser statt Teichwasser: Gib deinen Vögeln kein Wasser aus offenen Becken oder Teichen.
- Eigene Schuhe und Kleidung: Trage Stiefel nur im Stall und wasche dir beim Betreten und Verlassen die Hände.
- Regelmäßige Reinigung: Entferne Futterreste, Federn und Kot und desinfiziere das Material regelmäßig.
- Bei Veränderungen melden: Plötzliche Todesfälle, Rückgang der Legeleistung oder Atemwegssymptome sind ein Grund, den Tierarzt anzurufen.
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Häufige Fragen
Gilt derzeit eine Aufstallungspflicht wegen Vogelgrippe?
Die allgemeine Aufstallungspflicht wurde am 16. April 2026 aufgehoben. Bei neuen Ausbrüchen können sich die Maßnahmen schnell ändern. Verfolge daher die Mitteilungen des Landwirtschaftsministeriums und deiner Region.
Betrifft das auch Hühner zur Selbstversorgung?
Ja. Bei der Aufstallung im November 2025 galt das Verbot der Freilandhaltung auch für Hobbyhaltungen. Biosicherheit ist auch im kleinen Hühnerstall genauso wichtig.
Kann man Eier und Geflügelfleisch bedenkenlos essen?
Die Gesundheitsbehörden schätzen das Risiko für die Allgemeinbevölkerung als gering ein. Halte dich in der Küche stets an die grundlegenden Hygieneregeln und gare Lebensmittel gut durch.
Wir aktualisieren diese Meldung, wenn sich die Lage ändert.
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